04.02.2012 / 08:23


Eigenwasserversorgung



Problematik

Auswahl

Beeinträchtigungen und Funktionsstörungen entstehen durch:

» Korrosion
» Steinbildung
» Verschlammung von Rohrleitungen, Armaturen und Geräten
» Trübung, Verfärbung, Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigungen
» erhöhte Nitratwerte, Verkeimung


Die Ursachen:

» freie aggressive Kohlensäure
» harte und salzhaltige Wässer
» Eisen- und Manganverbindungen
» mikrobielle Verunreinigungen

Die Problematik:
Jeder Bürger hat Anspruch auf ein Wasser in Trinkwasserqualität. Brunnenwasser genügt jedoch diesen Anforderungen nicht immer.

Die Trinkwasserverordnung berücksichtigt sowohl mögliche technische Störungen als auch gesundheitliche Beeinträchtigungen.
Der Betreiber des Brunnens ist für die Einhaltung der Trinkwasserqualität verantwortlich.

Steinbildung
Erhöhte Gehalte an Härtebildnern (Summe Erdalkalien) können zu hartnäckigen Belägen und Verkrustungen in Leitungssystemen, Armaturen und Geräten führen.

Steinbildung am PVC-Rohr Foto:
Steinbildung

Korrosion
Besitzt das Wasser, vor allem weiches, einen Überschuss an freier aggressiver Kohlensäure, kann diese metallische Rohrleitungen und Armaturen angreifen. Auch erhöhte Chlorid- und Sulfatgehalte sind korrosionsfördernd bzw. betonaggressiv.

Rohrkorrosion Foto:
Rohrkorrosion

Trübstoffe
Nach starken Niederschlägen oder bei Brunnenwässern mit einem Anteil an Oberflächenwasser enthält das geförderte Wasser häufig einen erhöhten Schwebstoffanteil.
Dieser kann zum einen eine mechanische Schmutzbelastung hervorrufen, die zu einem schlagartigen Versagen nachgeschalteter Installationen führen kann, zum anderen jedoch auch durch enthaltene organische Verunreinigungen eine mikrobiologische Belastung darstellen.

Eisen- und Mangangehalte
Eisen- und Manganverunreinigungen sind mit am häufigsten in Brunnenwässern enthalten. Sie führen zur Verschlammung von Rohrleitungen und Installationen sowie zu einer Verfärbung des Wassers. Korrosion kann die Folge sein.

Hohe Nitratwerte
Erhöhte Nitratwerte im Brunnenwasser können unter ungünstigen Bedingungen zu Nitriten oder auch zu Nitrosaminen umgewandelt werden.
Während Nitrate bei Säuglingen zur sogenannten „Blausucht“ führen können, gelten Nitrosamine als krebserregend.

Hohe Salzgehalte
Salzhaltiges Wasser gefährdet die Gesundheit. Solche Wässer besitzen außerdem stark korrosionsfördernde Eigenschaften. Der Einsatz als Gießwasser führt zum Versalzen der Böden und damit zum Absterben von Pflanzen.
Vor allem in Küstengebieten oder auf Inseln muss mit salzhaltigem Brunnenwasser gerechnet werden.

Verkeimung
Eine Verkeimungsgefahr besteht z.B. in Einzugsgebieten mit der Ausbringung von tierischen Fäkalien, aber auch bei starken Niederschlägen und dem Einbruch von Oberflächenwasser in das Grundwasser. Besonders die coliformen Keime, z.B. Escherischia Coli, können zu schweren Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes führen.

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