Schutzfilter - verschiedene Systeme für unterschiedliche Bedürfnisse Schutzfilter gibt es in verschiedenen Komfortstufen. Die Bandbreite reicht vom einfachen Wechselfilter (Objektfilter) bis zum automatischen Rückspülfilter. Beim Wechselfilter muss alle 6 Monate der Filtereinsatz ausgewechselt werden. Der automatische Rückspülfilter spült sich in regelmäßigen Abständen automatisch zurück. Die Schutzfilter der einzelnen Komfortstufen werden nachfolgend beschrieben.
Nicht rückspülbare Schutzfilter Nicht rückspülbare Schutzfilter, auch als Wechselfilter, Kerzenfilter, Objektfilter oder Feinfilter bezeichnet, bestehen in der Regel aus einem Kopfteil mit Verschraubungen oder Anschlussflansch und einem aus speziellen Kunststoff hergestellten Klarsichtzylinder, der eine optische Überwachung des Verschmutzungsgrades des Filtereinsatzes ermöglicht. Nicht rückspülbare Schutzfilter sind einfach zu installieren, da sie keinen Abfluss (Kanalanschluss) oder Auffanggefäße für das Rückspülwasser benötigen. Sie sind langlebig und in der Regel preisgünstiger als rückspülbare Schutzfilter.
Zu beachten ist, dass in 6monatigen Abständen der Filtereinsatz (Filterkerze, Filtergewebe oder Filterhülse) ausgewechselt werden muss. Während des Wechselvorganges muss das Wasser abgesperrt werden.
Problematik: Nicht gewarteter Wechselfilter
Völlig verdreckter und verkeimter Siebeinsatz eines Wechselfilters
Der Wartungsaufwand durch das Auswechseln des Filtereinsatzes ist gegenüber rückspülbaren Schutzfiltern höher.
Rückspülbare Schutzfilter - rückspülen statt wechseln Der Unterschied zu den Wechselfiltern besteht darin, dass das verunreinigte Filterelement nicht ausgetauscht und damit der Filter nicht geöffnet werden muss (Verschmutzungsgefahr und damit Hygieneprobleme bei unsachgemäßer Handhabung), vielmehr wird durch Umleitung des Wasserstroms innerhalb des Gerätes der Filtereinsatz in umgekehrter Richtung des Wasserdurchflusses ausgespült. Die an der Außenseite des Filtereinsatzes abgelagerten Feststoffpartikel werden dadurch gelöst und mit dem Wasserstrom in den Abfluss geleitet. Bei den Rückspül-Schutzfiltern steht während des Spülvorganges weiterhin gefiltertes Wasser zur Verfügung.
Während beim nicht rückspülbaren Schutzfilter die Wartung alle 6 Monate zu erfolgen hat, werden nach DIN für den Rückspül-Schutzfilter Wartungsintervalle von 2 Monaten gefordert (Rückspülung). Die Wasserverluste für den Rückspülvorgang sind bei Qualitätsfiltern zu vernachlässigen (weniger als 10 Liter pro Spülvorgang). Allerdings kann es bei stark veschmutzten Wässern vorkommen, dass der Filtereinsatz in geringeren Abständen als 2 Monate gespült werden muss. Dies kann allerdings auch für den Filtereinsatz eines nicht rückspülbaren Schutzfilters zutreffen, falls stark mit Fremdpartikeln belastete Wässer vorliegen und durch ein Zusetzen der Filterporen höhere Druckverluste auftreten können. Bei automatischen Rückspül-Schutzfiltern sorgt eine Zeitsteuerung oder eine differenzdruckabhängige Steuerung dafür, dass die Rückspülung bei einem bestimmten Druckverlust automatisch eingeleitet wird und bei einer ungenügenden Freispülung automatisch eine Wiederholung erfolgt.
Rückspül-Schutzfilter mit integriertem Druckminderer (Hauswasserstationen) Hauswasserstationen bieten in kompakter Bauweise die Möglichkeit, den nach DIN für das Leitungssystem geforderten Druckminderer mit filtriertem Wasser zu beaufschlagen und dadurch Störungen zu verhindern. Durch die kompakte Bauweise ist außerdem eine platzsparende Installation möglich.
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Filtration, was ist das ?
Die Filtration des Wassers gehört zu den ältesten
und am häufigsten angewandten Aufbereitungsverfahren, da nur in
Ausnahmefällen natürlich vorkommendes Wasser direkt als Trinkwasser
oder für technische Zwecke eingesetzt werden kann.
Die VDI 2035 (Vermeidung von Schäden in Warmwasserheizungsanlagen)
bildet für Planer und ausführende Firmen den technischen und damit auch
rechtlich relevanten Rahmen zur Vermeidung von Schäden in
Warmwasserheizungssystemen.